| Welche Speichermodule es gibt und welche zu meinem System passen |
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| Geschrieben von: Zoran Trajkovic | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 08:13 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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Wenn von Speichertypen gesprochen wird, handelt es sich dabei meistens um den Speicherchip. Vielleicht kennen Sie Sprüche der Kategorie "Ich verwende 256MB SDRAM.". Diese Aussage wird meistens ausreichen, damit der Gesprächspartner weiß, worum es sich handelt. Wenn es aber um genaue Spezifikationen geht - und die sind bei der Anschaffung von Arbeitsspeicher gefragt -, reicht so eine Definition nicht aus. Aus dieser Beschreibung geht nämlich beispielsweise nicht hervor, dass es sich um Notebookspeicher handelt. Außerdem gibt es vier verschiedene Arten von SDRAM, nämlich SDR, DDR, DDR2 und DDR3, wobei SDRAM dann meistens als Synonym für SDR-SDRAM genutzt wird. Um einen Einstieg in dieses Thema zu finden, möchten wir zunächst zwei Dinge, die wie aus einem Grundsatz zusammen in einen Topf geschmissen werden, ganz klar voneinander trennen:
In der Praxis lässt sich so eine klare Trennung nicht vornehmen, weil fast niemand eine einfache Platine ohne entsprechende Speicherchips erwirbt. Die Konsumenten haben hier glücklicherweise den Vorteil, dass Platinen- und Chiparchitektur häufig zusammengehören, was die Dinge vereinfacht, aber eben nicht immer. Einen Arbeitsspeicher mit unbekannter Platinenarchitektur zu kaufen, ist ungefähr so sinnvoll, wie einen Schreibtisch zu kaufen, ohne seine Maße zu kennen und nicht zu wissen ob er überhaupt ins Arbeitszimmer passt. Ähnliches gilt andersherum mit der Chiparchitektur. Im ungünstigen Falle, haben Sie später ein Modul erworben, das zwar von der Chiparchitektur und Leistung zu Ihrem System passt, welches Sie aber wegen der Größe oder Form gar nicht einbauen können. RAM-Module sind empfindliche Komponenten, die mit sehr viel Sorgfalt zu behandeln sind. Setzen Sie sich mit einem Experten in Verbindung, falls Sie nicht sicher sind, ob Sie richtig vorgehen oder korrekt informiert sind. Unser Team steht Ihnen zur Beratung gerne telefonisch oder auch per Email kostenfrei zur Verfügung. In diesem Kapitel werden wir nur auf die Modultypen, nicht aber auf die Chips eingehen. Vorab - einige Begriffsklärungen
DIMMAllgemeines zu DIMMDIMM steht für Dual Inline Memory Module, wobei das Dual ausschlaggebend ist. Es bedeutet, dass jeder Pin nicht nur eine Einheit bildet, sondern zwei elektronisch getrennte Einheiten, die zu den beiden Seiten der Steckbank separat kommunizieren. Der wesentliche Unterschied zwischen SIMM und DIMM Modulen ist daher, dass DIMM-Module bei gleich vielen Pins, über doppelt so viele Kontakte zur Steckbank verfügen. Die logische Konsequenz ist, dass DIMM Module auch doppelt so viele Daten zur gleichen Zeit verfügbar machen können. Damit können DIMM-Module 64 Bit zu einem Zeitpunkt liefern. RIMM ist DIMMRIMM bedeutet Rambus Inline Memory Module und wird häufig als Nachfolger oder Alternative zu DIMM zitiert. Diesen Trugschluss möchten wir an dieser Stelle aus der Welt schaffen, tatsächlich sind RIMMs nämlich DIMMs. Sie benutzen genau die Technologie, die ein DIMM definiert. RIMM ist lediglich ein von der “Rambus Inc” eingetragener Markenname und bezeichnet DIMMs, die die Direct Rambus Chiptechnologie einsetzen. Daher definieren wir RIMM als Spezifikation einer Chipklasse, wie es auch SDRAM ist. Aus diesem Grund finden Sie diese Module hier unter den DIMM-Modulen und nicht separat nach DIMM. Es gibt zwei Arten von RIMM, nämlich 16Bit-Rambus und 32Bit-Rambus, was im weitesten Sinne mit DDR und DDR2 verglichen werden kann. Weil es auch ältere Rambus-Technologien gibt und Direct Rambus nur die aktuelle Version ist, möchten wir zwei Dinge festhalten:
Wir haben darauf verzichtet die älteren Varianten von Rambus zu dokumentieren, weil sie sich bis auf minimale Modifikationen nicht von den aktuellen Modulen unterscheiden. Kapazitäten und ChiparchitekturenDIMMs können Kapazitäten zwischen 8MB und 1024MB fassen, weshalb praktisch ausschließlich SDRAM- und RIMM-Chiptechnologien für DIMM verwendet werden. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, so gibt es einige Speicherriegel für Apple, deren DIMMs tatsächlich mit EDO- oder sogar FPM-Technologie betrieben werden. Aufgrund von Unterschieden bei den Formmerkmalen, unterscheiden wir acht Chiparchitekturen, die auf DIMMs verwedent werden:
Die Module sind im Folgenden allerdings nicht nach der Chiptechnologie, sondern nach Pin-Zahl und nach Bauweise sortiert. Aber keine Angst, Sie sehen schon bei der jeweiligen Überschrift, welche Chiptechnologien zu dem Modul gehören. Obwohl es sich bei allen Modulen um DIMMs handelt, sind sie nicht austauschbar. Bis auf wenige Ausnahmen bei den Mainboards können Sie nur einen der hier aufgeführten Modultypen in Ihr System einbauen. 168 Pin - FPM, EDO und SDR-SDRAM
Wie bereits erwähnt, finden 168-Pin-Module vorrangig Anwendung in Verbindung mit SDR-SDRAM. Dieses Modul benötigt eine Versorgungsspannung von 3,3V. FPM- und EDO-Module benötigen zum Teil 3,3V, zum Teil aber auch 5V, was produktabhängig ist. Vorsicht: Die Tatsache, dass es unterschiedliche Spannungen gibt, bedeutet keine freie Kompatiblität. Informieren Sie sich zunächst hinreichend darüber, welche Spannung für Ihr Mainboard in Frage kommt. Weil bei SDRAM-Modulen (sowohl SDR, als auch DDR und DDR2) der Taktzyklus eine wichtige Rolle spielt, findet sich bei diesen Modulen auch eine sogenannte PC-Spezifikation wieder, die die zulässige Taktfrequenz angibt. Bei SDR-SDRAM sind PC100-Module für 100 MHz ausgelegt, PC133-Module für 133 MHz. 184 Pin - DDR-Ram
Das Modul wird mit 2,5V statt 3,3V betrieben und wird in der Taktung gängigerweise mit DDR200, DDR266, DDR333 und DDR400 spezifiziert. Eine Erläuterung zu den Taktungsspezifikationen finden Sie bei der Dokumentation der DDR-SDRAM-Technologie. 184 Pin - 16Bit Direct RambusObwohl dieses Modul, genau wie das DDR-SDRAM-Modul, 184 Pins aufweist, stellen wir es separat vor. Dieses 16Bit-Rambus-Modul, nachfolgend RIMM genannt, unterscheidet sich nämlich in der Bauweise wesentlich von dem DDR-SDRAM-Modul, welches zuvor beschrieben wurde. Es hat sich die Meinung breit gemacht, dass ein RIMM, vermutlich nicht zuletzt wegen Pin-Zahl und Modullänge, leicht mit einem DDR-SDRAM-Modul zu verwechseln sei. Allerdings gibt es äußerlich signifikante Unterschiede, die eine Verwechselung bei genauem Hinsehen ausschließen können. So hat ein RIMM zwei Kerben, statt nur einer und verwaltet die Pins in der Kontaktleiste nicht durchgehend, sondern auf zwei Seiten aufgeteilt. Das führt dazu, dass die Kontaktleiste mittig einen pinlosen Raum von etwas über 3cm aufweist. Diesen Raum gibt es bei anderen DIMMs nicht. Darüberhinaus sind viele RIMMs im Gegensatz zu fast allen DIMMs nur einseitig mit Chips bestückt und weisen teilweise einen Aluminiumaufsatz zum Schutz der Chips vor Überhitzung auf. Eine technische Gemeinsamkeit steckt in einem Kommunikationsverfahren zwischen Prozessor und Speicher, das auch bei den DDR-Chiptechniken Verwendung findet. Diese Gemeinsamkeit ist, dass das Modul dem Prozessor sowohl bei steigender als auch bei fallender Flanke des Taktsignals zur Verfügung steht. Aber dieser Unterschied hat in erster Linie etwas mit der Chiptechnologie zu tun, weshalb wir an dieser Stelle auf die enstprechende Dokumentation von Rambus verweisen. 232 Pin - 32Bit Direct RambusDieses RIMM ist der Nachfolger der 16Bit-Ausgabe von Direct Rambus. Die Versorgungsspannung liegt auch hier bei 2,5V, jedoch können Sie ein 16Bit-RIMM nicht gegen ein 32Bit-RIMM tauschen. Denn abgesehen von der unterschiedlichen Pinzahl brauchen Sie ein ganz anderes Board, das das 32Bit-RIMM überhaupt verwalten kann. Momentan unterstützen nur sehr wenige Hersteller überhaupt diese Technologie. Falls Sie sich für diesen Arbeitsspeicher interessieren, können Sie sich gerne bei uns beraten lassen, welche Chipsätze Ihr Mainboard für 32Bit Direct Rambus benötigt. Optisch ist das Modul sehr leicht zu erkennen, weil alle 32Bit-RIMMs eine Aluschale zum Schutz der Chips vor Überhitzung verwenden. Diese Schalen werden derzeit nur bei RIMM verwendet, weil andere Chiptechnologien ein ungleich geringere Hitzeentwicklung aufweisen. Um dann noch das 32Bit-RIMM vom 16Bit-RIMM zu unterscheiden, prüfen Sie die Anzahl der Kerben in der Kontaktleiste. Das 32Bit-RIMM hat statt der zwei Kerben nur noch eine Kerbe. 240 Pin - DDR2, DDR3
Trotz der deutlich erhöhten Zahl von Pins im Vergleich zu dem 184-Pin-Modul, sind die beiden Module exakt gleich lang. Dies ist aufgrund verschiedener Konventionen möglich, die bei der Entwicklung von DDR2 und auch DDR3 als Standard durchgesetzt wurden. Die Versorgungsspannung liegt bei diesen Modulen nur noch bei 1,8V (1,5 bei DDR3). Diese Module können aufgrund der sehr ähnlichen Bauweise leicht mit dem 184-Pin-Modul verwechselt werden. Prüfen Sie vor dem Kauf unbedingt ob Ihr Board tatsächlich DDR2/DDR3-Module unterstützt. Der Einbau eines solchen Moduls auf einer einfachen DDR-Bank zerstört entweder den Speicher, oder die Steckbank. Weiterführende Informationen sind nicht modul-, sondern chipspezifisch, weshalb wir auf die Beschreibung der DDR2-Technologie bzw. Beschreibung der DDR3-Technologie verweisen. Eine noch größere Verwechselungsgefahr besteht zwischen DDR2- und DDR3-Modulen. Die DDR3-Module lassen sich vom Laien überhaupt nicht von DDR2-Modulen unterscheiden. Hier besteht natürlich die Gefahr, dass Betrüger versuchen DDR2 Module als DDR3-Arbeitsspeicher zu verkaufen. Wird so ein Modul dann eingebaut, kann's im Zweifelsfall einmal knallen und jede direkt am Systembus angeschlossene Hardware ist zerstört. Wer davon absehen möchte, sollte direkt bei seriösen Händlern kaufen. Erstmals wurden DDR3-Module auf der Computex, der zweitgrößten Computermesse der Welt, im Juni 2007 in Taipeh vorgestellt. SO DIMM und SO RIMMSO DIMM steht für Small Outline DIMM und wurde eigens für den Einsatz Notebooks entwickelt. Ein technischer Unterschied zu DIMM besteht dabei allerdings nicht. SO DIMM kann mit den SDRAM- und RIMM-Technologie erworben werden. Letztere wird in aller Regel mit SO RIMM bezeichnet. Die Versorgungsspannung ist dabei identisch mit den Spannungen der entsprechenden DIMM-Module. Der einzige Unterschied besteht daher in der Bauweise und Pin-Anzahl. Micro DIMM
SO DIMM und Micro DIMM in Zahlen
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. Oktober 2008 um 13:27 Uhr |




Wir haben für dieses Modul die drei Kategorien FPM, EDO und SDR-SDRAM zusammengefasst, weil sich die Module optisch ohne weiteres nicht unterscheiden lassen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie beliebig austauschbar sind, im Gegenteil. Die Chiptechnologien haben nichts miteinander zu tun und ein simpler Austausch hätte fatale Folgen.
Dieses Modul weist in der Kontaktleiste zwei bedeutende Unterschiede zum 168-Pin-Modul auf, weshalb eine Verwechselung nicht möglich ist. Zum einen weist die Kontaktleiste bei dem 184-Pin-Modul 16 Pins mehr auf, darüberhinaus aber hat es auch nur eine Kerbe in der Kontaktleiste, statt zwei..jpg)

Für Micro DIMM Module gilt das gleiche, wie auch für SO DIMMs. Sie sind allerdings für noch kleinere Noteboooks, sogenannte Sub Notebooks entwickelt worden. Diese Module stehen für SDR-SDRAM, DDR-SDRAM und mittlerweile auch für DDR2 zur Verfügung. Bei Micro DIMMs, die mit DDR2 bestückt sind, ist unbedingt auf die korrekt Anzahl an Pins zu achten.
Welche Modultypen gibt es