| DDR-SDRAM |
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| Montag, den 06. Oktober 2008 um 16:00 Uhr |
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DDR ist die der Nachfolger von SDR-SDRAM und steht für Double Data Rate. Der technische Hauptunterschied zwischen SDR-SDRAM und DDR-SDRAM liegt darin, dass die Chips von DDR-SDRAM-Modulen für die Bitübertragung sowohl die positive, als auch die negative Taktflanke der CPU nutzen können. Das macht die Module für die Bitübertragung theoretisch doppelt so schnell, wie SDR-SDRAM-Chips. Jedoch gibt es ein paar Macken, die diese Performance verhindern. Zum einen werden Adress- und Steuersignale weiterhin nur bei steigender Taktflanke geschickt, außerdem muss die Anzahl der zusammenhängenden angeforderten Daten mindestens so hoch sein, wie die verdoppelte Breite des Datenbus. Weil dieser Fall nicht immer eintritt, bleiben bei der Übertragung durch den Chip häufig Bits ungenutzt, weshalb keine doppelt so hohe Taktrate erreicht wird. Durch das Hohe Transferaufkommen steigt die Datenkonzentration am Datenbus an. Aus diesem Grund werden Verzögerungen, wie sie bei SDR-SDRAM noch unproblematisch waren, hier zu einem kritischen Fehlerfaktor. Um diesem Problem entgegenzukommen, wurde ein modulinternes Taktsystem (DLL) und ein entsprechendes Anpassungssignal (DQS) eingeführt. Mit diesem Signal wird erreicht, dass die Synchronisation von der Datenquelle ausgeht, also der Northbridge beim Schreiben und dem DDR-SDRAM beim Lesen. Es hat sich herausgestellt, dass diese Vorgehensweise bessere Ergebnisse bringt, als ein globaler Abgleich mit dem Systembus. Auf diese Weise wirken sich auch chipinterne Verzögerungen nicht mehr kritisch auf den Bitaustausch aus. DDR-SDRAM wird mit PC-1600, PC-2100, PC-2700 und PC-3200 spezifiziert. Im Unterschied zur SDR-SDRAM-Spezifikation, sind diese Definitionen nicht über die Taktfreqzenz, sondern über den Datendurchsatz festgelegt. Der Datendurchsatz wiederum ist für DDR-SDRAM-Module als Produkt aus Taktfrequenz und 16 definiert. Die 16 gibt die Bytes an, die zu einem Zeitpunkte übertragen werden können und errechnet sich aus dem Quotienten aus Produkt von 64Bit Bandbreite und 2 Taktflanken und 8Bit/Byte (64Bit * 2 / 8Bit/Byte). Es gibt auch andere Spezifikationen, die sich auf die Taktfrequenz, oder die Übertragungsrate beziehen. Diese Kennzahlen werden meist mit DDR spezifiziert, beispielsweise DDR-100 bzw. DDR-200 für PC-1600. Dabei entspricht DDR-100 der Taktfrequenz und DDR-200 der Übertragungsrate, was zu Recht häufig für Verwirrung sorgt. Außerdem sind die Leistungen der unterschiedlichen Module nicht mit CPUs mit geringerer Leistung kompatibel. Der Einsatz ist zwar möglich, bremst das System aber deutlich aus, unter Umständen mehr, als ein langsameres Modul. Als Laie sollten Sie sich daher unbedingt beraten lassen, um ein Modul zu erwerben, das für Ihr System geeignet ist. DDR-SDRAM ist mittlerweile die Standardchiptechnologie für PCs, obgleich es nur eine Frage der Zeit ist, wann sich DDR2-SDRAM zum Standard entwickelt. Selbst das langsamste DDR-SDRAM-Modul ist mehr als 50% schneller als das leistungsstärkste SDR-SDRAM-Modul. Natürlich unterstützt DDR-SDRAM alle Funktionen seiner Vorgänger, also Pipelining, Burst-Mode, Interleaving, ECC und Register. Auch bei DDR-SDRAM gibt es Latenzzeiten, die allerdings häufig nicht spezifziert werden. Im Gegensatz zu SDR-SDRAM ist dies auch nicht mehr definiert, obwohl es hier auch zum Teil erhebliche Abweichungen gibt. Häufig anzufinden sind Definitionen mit A und B, wobei A für ein Modul mit geringerer Latenz steht. So gibt es DDR266A und DDR266B, wobei die CAS-Latencies bei 2 und 2,5 liegen. Eine CAS-Latency von 2,5 ist deshalb möglich und sinnvoll, weil modulintern durch das Pipelining ein halber Takt für andere Aufgaben frei wird. Zusammen mit DDR-SDRAM wurden die Quad-Banks eingeführt, die Nachfolger der Dual-Banks. Statt zwei, enthält der Speicher hierbei vier voneinander getrennte interne Speicherbänke. Diese Speicherbänke sind nicht zu verwechseln mit den Steckbänken auf dem Mainboard. Die internen Speicherbänke befinden sich in dem Modul und sorgen für einen reibungsloseren Ablauf innerhalb der Module. Unter anderem können Refreshzeiten mit dieser Technik optimiert oder sogar aufgehoben werden. Eine weitere Innovation ist die Dual-Channel-Technologie. Sie erlaubt es auf zwei Speichermodule gleichzeitig zuzugreifen, was bedeutet, dass der Speicherbus von 64Bit auf 128Bit angehoben wird. Boards, die Dual-Channel unterstützen, haben meistens jedoch drei Steckplätze, wovon zwei Steckbänke eine logische Einheit bilden. Im Bezug auf Dual-Chanell bedeutet das, dass die zusammengefassten Module Kanal 1 darstellen und das einzelne Modul Kanal 2. Seit Beginn der RAM-Geschichte war der Speicher ein ausbremsendes Medium, das stets der Entwicklung der Prozessoren hinterherhinkte. Der Hypertransport ist eine Erfindung von AMD, die Datenübertragungen von über 20GB pro Sekunde ermöglicht und möglicherweie das Ende dieser Ära einleiten kann. In der neuesten Version ist ein Datendurchsatz von 22,4GB pro Sekunde möglich in Kooperation mit einem 1,4GHz Bustakt. Die Module bleiben dabei abwärtskompatibel, was eine gute Skalierbarkeit garantiert. Glossar
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